Alexander Wilken - Lusenstraße 1 - 94258 Frauenau
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Liebe Freunde und
Freundinnen der Zinnfigur
Herzlich Willkommen!

Ich heiße Alexander Wilken, Jahrgang 1948 und bin seit meinen
frühesten Erinnerungen von der Welt der Zinnfiguren fasziniert.
Dies natürlich nicht ohne den Einfluss meines Vaters, der auch
bereits als Kind mit Zinnfiguren spielte und nicht widerstehen
konnte, als er nach der Währungsreform in einem münchner
Spielwarenladen eine Packung fridrizianischer Grenadiere
erblickte. Wie er schmunzelnd zu berichten pflegte, war ich
damals definitiv noch zu klein um als Vorwand für den Erwerb zu
dienen.
In der Folgezeit nahm ich die Rolle als Vorwand für den Erwerb
von Zinnfiguren mit wachsender Begeisterung an. Wenngleich sich
unsere entwickelnde Sammlung in den fünfziger Jahren fast
ausschließlich auf die einfachen Oki-Figuren gründete, gab es
doch kaum etwas Schöneres als an der Hand des Vaters das
Zinnfigurengeschäft zu betreten, in dem er freundlich als
Stammkunde bedient wurde, und behutsam all die Schachteln
vorsichtig öffnen zu dürfen auf der Suche nach noch unbekannten
Serien. Zu besonderen Gelegenheiten konnte auch schon einmal eine
Sonderfigur aus dem Kieler Sortiment dabei sein, die ich damals
unbeschreiblich schön fand.
In den sechziger Jahren öffnete sich unsere bis dato auf Kieler
und Heinrichsen Figuren beschränkte Welt. Ein Besuch bei
Altmeister Neckel und der Erwerb seines damals sensationellen
Bildkatalogs brachte das stets glimmende Feuer so richtig zum
Lodern. Beitritt zur Klio und Kontaktaufnahme zu den bekannten
Herstellern waren die Folge. Eine meiner schönsten Erinnerungen:
Letzter Schultag vor den Sommerferien, per Post kommt die (damals
noch nicht unterteilte) Serie Schlacht bei Leuthen
von Werner Scholtz, und eine fast unerschöpfliche Vielzahl
äußerst dynamischer Typen entsteigen dem Paket um auf dem
sonnenwarmen Terrassentisch Aufstellung zu nehmen.
Nächster Schritt: Der Versuch selbst Zinnfiguren herzustellen.
Die Leidenschaft, mit der ich damals gravierte, machte die aus
heutiger Sicht zuzugebende geringe Qualität durchaus wett. Ein
paar Figuren fanden sogar den Weg zu den in der Zinnfigur
veröffentlichten Neuerscheinungen (Heft 9 und 11 Jahrgang 1967).
Studien- und Referendarszeit waren unter dem Gesichtspunkt der
Beschäftigung mit der Zinnfigur wenig fruchtbar. Aber bereits
kurz nach der Eheschließung hat mich die Welt der Zinnfiguren
zurück und meine liebe Gattin Conny ist seitdem mit von der
Partie. So z.B. bei unserem Versuch, in der Breisacher Straße in
München ein Zinnfiguren-Geschäft (Figuren-Stadel)
zu etablieren. Nein, eine Familie zu ernähren, hat es nicht
gereicht. Aber durch den selbstlosen Einsatz meiner
Schwiegermutter Anneliese Stein konnten wir das Geschäft
immerhin bis 1984 durchhalten.
Seit 1978 tritt Familie Wilken auch als Herausgeber in
Erscheinung. Erwähnenswert z.B. die Figuren zu den Kämpfen
zwischen dem Schwertbrüderorden und den baltischen Völkern,
einem wenig beachteten Aspekt der Kreuzzüge, der jedoch meinen
Vater Lothar als gebürtigen Deutschbalten sehr faszinierte. Mit
großem Eifer widmete er sich den historischen Recherchen und der
damals noch relativ unbekannte, aber bereits sehr beschlagene
Mediävist Ulrich Lehnart fertigte die Gravurvorlagen. So konnte
ich 1979 meinem Vater zu seinem sechzigsten Geburtstag die ersten
Figuren präsentieren.
In der Folgezeit hat sich unser Formenbestand stetig erweitert,
sowohl durch Neuherausgabe von Serien wie durch
Formenübernahmen. Den aktuellen Stand unseres Angebots können
Sie unter Katalog (eigene Herstellung) in Ruhe betrachten. Wenn auch
meine Profession mich andere Wege geführt hat, ist meine Passion
bei den Zinn-Miniaturen geblieben. Und wenn auch Sie diese Liebe
zur Zinnfigur in sich spüren, heiße ich Sie willkommen im Club
der Zinner und Spinner!
Wer meine Figuren oder mich nicht nur virtuell in Augenschein nehmen möchte, kann einfach mal einen Urlaub in einer unseren Ferienwohnungen buchen und sich von uns in Ruhe durch Sammlung und Werkstatt führen lassen. Näheres unter www.conny-wilken.de